oled
OLED - Flachbildschirme
Der Herstellungsprozess eines OLED-Flachbildschirms unterscheidet sich grundlegend von dem eines Flüssigkristallbildschirms (LCD). Da OLEDs auf fast jedes Material gedruckt werden können, bieten sie gegenüber der LCD-Technologie theoretisch eine signifikante Kostenersparnis. Durch die Verwendung von biegsamen Trägermaterialien (flexible Substrate, Folien) eröffnen sie die Möglichkeit, aufrollbare Bildschirme herzustellen und Bildschirme in Kleidungsstücke zu integrieren.

Ein weiterer Vorteil von OLED-Bildschirmen gegenüber den herkömmlichen Flüssigkristallbildschirmen ist der sehr hohe Kontrast, da sie ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen: Während LCDs nur als farbige Filter wirken, emittieren OLEDs farbiges Licht. Dieses Verfahren ist deutlich effizienter, wodurch OLEDs weniger Energie benötigen. Aus diesem Grund werden OLED-TV-Geräte weniger warm als LCD-Bildschirme, bei denen ein Großteil der für die Hintergrundbeleuchtung benötigten Energie in Wärme umgesetzt wird. Durch den geringen Energiebedarf können OLEDs gut in kleinen, tragbaren Geräten eingesetzt werden, beispielsweise Notebooks, Handys und MP3-Playern.

Außerdem haben OLED-Anzeigen einen Blickwinkelbereich von bis zu 170 Grad. Die Schaltgeschwindigkeit ist um ein Vielfaches schneller als der aktuell schnellste LCD-Bildschirm mit 2,0 Millisekunden. OLED-Bildschirme und OLED-TV-Geräte schneiden aufgrund des geringeren Volumens sowie des deutlich geringeren Gewichts auch im Bereich Transportkosten deutlich besser ab als aktuelle LCD- und Plasma-Geräte.